Kein Anschluss unter diesem Hirn. *dütdütdüt*

31 Mai 2017

Meine Familie weiß es, meine Freunde wissen es und wer mir auf Instagram folgt, der weiß es jetzt auch. ;)
Bei uns wird es Anfang September Nachwuchs geben.
Jede andere Mami würde wahrscheinlich wie verrückt darüber bloggen, aber ich komme einfach nicht dazu.

Zum einen, weil ich vor dem Schlüpftag einiges erledigt wissen will. Immerhin sind wir "erst" vor zwei Jahren in diese Wohnung gezogen und es gibt immer noch einige Baustellen. Kindersicher sieht anders aus, auch wenn es langsam wird. 

Zum anderen leide ich an Schwangerschaftsdemenz und bin an manchen Tagen ganz froh, wenn ich noch 1+1 zusammen zählen kann. Diese Tage kommen immer öfter mal vor und natürlich gerade dann, wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann. Da ist es schon eine Herausforderung dem Junior bei den Hausaufgaben zu helfen, einkaufen zu gehen oder den Haushalt zu erledigen. Kein Scherz, ich will etwas machen, gehe zwei Schritte (ohne Übertreibung) und habe es direkt wieder vergessen. Notizzettel? Bringt nicht viel, wenn man auf dem Weg zum Stift vergisst, worum es überhaupt ging.


Ich habe einige Blogposts angefangen herum fliegen, aber es fehlt noch hier und da etwas und ich bekomme sie einfach nicht fertig. Entweder bin ich mit den Fotos oder dem Text unzufrieden, oder gleich mit allem. Etwas scheint noch hier und da zu fehlen, aber ich weiß nicht was. Oder ich grüble ewig lange über Formulierungen und Rechtschreibung. Muss da wirklich ein Komma hin? Das Wort sieht seltsam aus, schreibt man das wirklich so? Duden sagt ja. Mein Hirn sagt, biste dir da sicher? Soweit es überhaupt etwas sagt. Manchmal blubbert es auch nur vor sich hin.
Hoffentlich wird das in der Stillzeit nicht noch schlimmer, sonst kann man mich gleich bis zum Abstillen in eine Ecke stellen und hin und wieder abstauben.

Dank Freunden und eBay sind wir mit Babysachen gut versorgt. Auf einiges wird dieses Mal verzichtet, z.B. einen Wickeltisch. Der vom Junior war mir immer viel zu klein und für einen etwas größeren haben wir keinen Platz. Zumal ich meistens an Ort und Stelle gewickelt habe, also auf der Couch, dem Boden, dem Bett oder einem Tisch. Da reicht auch eine abwaschbare Unterlage.
Einen Kinderwagen bekommen wir gebraucht von Freunden für kleines Geld. Es ist schon erstaunlich, wie wir bei Kind Nr.1 jedes Fitzelchen selbst besorgen mussten und bei Kind Nr.2 bekommen wir das meiste ohne große Umstände für lau.

Der Junior freut sich schon sehr auf sein Geschwisterchen und kann es gar nicht erwarten ein großer Bruder zu sein. Eigentlich ist er bereits einer, aber sein Erzeuger meldet sich so selten und lässt so wenig von sich hören, dass der kleine Mann seine kleine Schwester noch nicht ein einziges Mal gesehen hat. Vielleicht ist deswegen die Vorfreude umso größer.

Wollt ihr wissen, was es wird? Oder soll ich euch überraschen? :)

Wir sind nicht bessererer.

11 Mai 2017

Achtung. In diesem Posting benutze ich explizite Sprache und lasse mich auch zu dem ein oder anderen Schimpfwort hinreißen. Wenn ihr lieber nur über Bienchen, Blümchen und Keksis lest, solltet ihr heute einen anderen Blog besuchen. ;)

An manchen Tagen hasse ich Facebook so richtig. Würden der Postillion und der gute Ralph Ruthe hier und dort nicht etwas zum Lachen einstreuen, wäre ich nicht in einigen sehr gut geführten Handarbeitsgruppen, einer Kunterbunten Kreativlingsgruppe und einigen Zeichnergruppen, bestünde meine Startseite zum Großteil aus Werbung und sinnfreien Sprüchen, zwischen die sich immer mal wieder rassistisches Gedankengut mischt. (Die grausamen Tierquälvideos und -bilder sind noch so ein Thema...)
Ja, die Katzengruppe sorgt auch für den ein oder anderen Lacher, aber wenn einem Zwischendrin rechte Hetze ins Gesicht schlägt, ist das lange Gesicht vorprogrammiert.
Wieso schlägt mir Facebook solche Seiten vor? Ist der Algorithmus kaputt? Meint er, ich bräuchte mal Abwechslung zu meinem Baumstreichleralltag?
Damit nicht genug, warum teilen Freunde von mir solchen Quark? Ich habe zwar einige flüchtige Bekanntschaften auf Facebook angesammelt, aber den Großteil kenne ich doch persönlich, zumal ich gerne meine Listen ausmiste und Kontaktleichen entferne.
Dann kommt es sehr überraschend, wenn jemand, der mir doch nahe steht, etwas menschenverachtendes, Intolerantes oder schlichtweg Rassistisches teilt.
Man denkt sich man kennt die Person, hätte die gleichen Interessen, Sympathien und Ansichten und dann klatschen sie einem ihre unterschwelligen Aggressionen wie ein nasses Handtuch direkt ins Gesicht. Aber eben nur auf Facebook.
Man bekommt solche Bilder nicht über WhatsApp oder Twitter. Sie flattern einem ausschließlich via Facebook auf den Monitor. Und dafür hasse ich Facebook inzwischen sehr. Es scheint das Schlechteste in manchen Menschen zum Vorschein zu bringen.

Warum zum Kuckuck sind wir hier in Deutschland und Europa überhaupt der Meinung, wir dürften rassistische Ansichten haben? Unsere Ahnengalerie ist oftmals ein bunter Wirrwarr, da während all der Kriege und im Laufe unserer Geschichte die Grenzen gerne mal von hier nach da rückten oder gerückt wurden. Es wurde gehandelt, verheiratet, getauscht, gemetzelt und wieder und wieder änderte sich das Bild der Aufteilung Europas zur Freud oder zum Leid des einen oder anderen.
Es wurde geflohen. Auch von hier nach da. Man fand eine neue Heimat, baute sich etwas auf und falls man sie nicht schon hatte, so gründete man eine Familie.
Wir sind ungefähr so reinrassig wie Straßenkatzen. Wir haben keine Zuchtlinien, unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern wurden nicht für Zuchtzwecke zusammengeführt. Zumal wir sonst wohl wie viele Rassetiere mit schweren medizinischen Folgen der Überzüchtung zu kämpfen hätten.
In einigen Äras gab es Inzucht zur Reinhaltung der Blutlinie der Königshäuser. Ob gewisse Parteien das heute noch anstreben?

Ich bin nicht besser als andere Menschen. Ich kann vielleicht Dinge, die andere nicht können, aber es gibt auch genug, was ich nicht kann. Das macht mich nicht zu etwas Besserem. Meine Sprache, mein Denken und der Ort an welchem ich geboren bin, machen mich nicht zu etwas Besserem. Meine Zugehörigkeit zu einer gewissen Bevölkerungsgruppe macht mich nicht zu etwas Besserem.
Mein Bildungsstand und meine Religion machen mich nicht zu etwas Besserem. Meine Arbeit macht mich nicht zu etwas Besserem. Meine Kontakte machen mich nicht zu etwas Besserem.
Ich kann frei entscheiden, mit wem ich etwas zu tun haben will und mit wem nicht. Aber das heißt nicht, dass ich der Meinung bin, dass andere Menschen mir gegenüber niedriger gestellt sind, nur weil ich sie zu der einen Kategorie zuordne. Mann, dann wäre ich besser als verdammt viele deutsche Staatsbürger.
Aber das will ich nicht sein. Wozu auch? Was bringt mir das? Ein goldenes Sternchen?
Definitiv würde es meine Perspektiven und Lebenserfahrungen einschränken, da ich alles andere verachten würde. Ich würde es meiden. Dafür reise, lese, esse und erlebe ich einfach viel zu gern.
Nein, lieber bin ich für Chancengleichheit, Weltoffenheit und Gleichberechtigung.

Ja, hier kommen bestimmt einige gedanklich mit: "Aber unsere Politiker lassen uns im Stich und die anderen bekommen Zucker in den Popo geblasen!".
Hm, die Argumentation ist so sinnig wie: Die Mama von dem Jungen hat alles Spielzeug aus der Sandkiste eingesammelt, also finde ich den Jungen total doof und muss ihn hauen!
Asylbewerber müssen sich genauso durch bürokratischen Hickhack schlagen wie Karl Heinz Von Humbug und bekommen oft Berge von Steinen in den Weg gelegt.
Wenn man für mehr soziales Engagement in der Politik ist, welches sich vor allem an die benachteiligten Bevölkerungsschichten wendet, warum wählt man dann nicht sozial ausgerichtete Parteien anstatt zu motzen, dass doch sowieso alles keinen Sinn hat und die da oben uns alle manipulieren und belügen? Eigentlich schreit das ja nach einer Aluhut-Partei.

Natürlich ist es wichtig, dass sich Ausländer in unser System und unsere Gesellschaft integrieren, denn sonst führt es nur zu Ablehnung, einem Berg von kulturellen und sprachlichen Missverständnissen und Frust auf allen Seiten. Hier sollte in der Tat die Politik bessere Regelungen treffen, um Menschen Sprachkenntnisse so bald wie möglich über entsprechende Programme zu vermitteln, damit ihnen unsere Gesetze und die Konsequenzem beim Verletzen dieser eindeutig klar gemacht werden können.

Am aller liebsten sind mir noch jene, die in ein anderes Land ausgewandert sind und von dort aus auf Ausländer in Deutschland schimpfen. Wir brauchen hier dann mal bitte ein bisschen Realität. Oder vielleicht lieber eine Familienpackung.

Zu guter letzt möchte ich noch sagen: Arschlöcher gibt es in jeder Kultur. Egal welche Hautfarbe der Mensch hat, egal wie groß oder klein er ist, egal an was oder wen er glaubt, egal wie blumig seine Sprache klingt. Wer sich wie ein Arschloch benimmt, ist kein typischer Vertreter seiner Kultur sondern schlichtweg ein Arschloch.

Dieser Beitrag spiegelt schlichtweg meine persönliche Meinung wider. Wenn du anderer Meinung bist, darfst du diese gerne haben. Nur schmier sie mir bitte nicht auf's Butterbrot. Danke. ;)

Flitterwochen in Japan Teil I - Tokio I

07 Mai 2017

Besser spät als nie. ;)
Diese Fotos will ich jetzt seit bald zwei Jahren hier zeigen und jetzt erst finde ich die Zeit dazu.
Kommt mit mir auf eine kleine Reise durch meine Erinnerungen.
Die Fotoqualität ist nicht die beste, da wir in Tokyo eine neue Kamera gekauft haben und uns erst an die Handhabung gewöhnen mussten.
Meine Handyfotos aus dieser Zeit sind leider verschwunden, weswegen ein Teil unserer ersten Tage in Tokio fehlt. Ein paar der Fotos sind noch auf meiner Facebookseite zu finden.


Unser Hotel war das MyStays in Ueno Inaricho. Eingerichtet in ehemaligen Apartments ist es sehr zentral gelegen und bietet alles, was man als Selbstversorger so braucht. Da wir unser Geld hauptsächlich für Sightseeing, Essen und Shopping verwenden wollten, haben wir bei den meistens Hotels am Comfort gespart. Reiskocher, Töpfe und Geschirr kann man an der Rezeption ausleihen, genauso wie Putzutensilinen. Der Müll wird an vorgeschriebenen Tagen möglichst gründlich nach den Recyclingregeln getrennt vor die Tür gelegt und dort von den Mitarbeitern des Hotels abgeholt. Im Keller gibt es einen Raum mit Waschmaschinen und Trocknern. An der Rezeption bekommt man gratis Teebeutel, Kaffee und Zucker und das Zimmer hat natürlich einen eigenen Wasserkocher. Auch finden sich dort Umgebungskarten in verschiedenen Sprachen. Eingezeichnet finden sich Bahnhöfe, Tempel, Supermärkte, Krankenhäuser, Polizei und andere wichtige Adressen.


Die Bilder sind in der Galerie leider etwas verpixelt, warum auch immer. Blogspot will mich wohl mal wieder ärgern...

Die meiste Zeit waren wir nur am Laufen. Wir haben am Tag mindestens 15 Kilometer zurück gelegt und das meistens zu Fuß. Der Ueno Bahnhof war gerade mal 15 Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt, von wo wir die Yamanote Linie mit unserem JR-Pass benutzen konnten. Somit waren wir sehr gut angebunden und konnten jeden Tag verschiedene Teile Tokios erkunden.
Am ersten Tag waren wir im Ueno Park, aßen in einem kleinen Restaurant zu Mittag und wanderten ein bisschen durch die Gassen in der Nähe unseres Hotels. Wir fanden einen Konbini (Supermarkt) und versorgten uns mit einigen Leckereien. Gegen Abend wird viel frisch Zubereitetes stark reduziert (Maki, gegartes Gemüse, Sushi, Onigiri, Nudelgerichte etc.), wodurch man gut Geld sparen und sich satt essen kann.
Wenn man als Veganer unterwegs ist, ist es gut wenn man die Sprache etwas beherrscht oder wenigstens die wichtigsten Kana und Kanji identifizieren kann, die einem Auskunft über Inhaltsstoffe geben. In Tokio finden sich viele vegane Restaurants und Cafés, wie z.B. das Ain Soph. Über ☞ Happy Cow kann man sich gut informieren.

Auf dem Weg nach Asakusa. Der Stadtteil des Bezirks Taitō war lange Zeit als Unterhaltungsbezirk bekannt. Heute besuchen ihn die meisten Touristen wegen des Asakusas Schreins, des Sensō-Ji und zum Shoppen. Der Bezirk birgt eine Vielzahl kleiner Läden mit traditionellem Geschirr, Stäbchen und Essen.

Der Sky Tree in der Ferne.

Entgegen der herrschenden Meinung, dass die meisten Japaner Englisch sprechen, ist dem oft nicht so. Einige verstehen zwar ein paar Brocken, können aber nicht antworten oder trauen sich schlichtweg nicht, weil sie ihre Sprachkenntnisse für zu schlecht halten. Bei uns besitzt schließlich auch nicht jeder ausreichend Englischkenntnisse.
Es ist von daher ein bisschen dreist zu erwarten, dass man alleine mit Englisch weit kommt. In einigen Großstädten mag das vielleicht der Fall sein, aber in Randbezirken oder auf dem Land muss man sich dann mit Händen und Füßen verständigen und es kann zu einigen Peinlichkeiten kommen.
Zwar hat man hier und da den "Gaijin Bonus" (als Ausländer darf man sich den ein oder anderen Griff ins Klo erlauben), aber das Wort ist eher negativ behaftet und man wird als Ausländer von (älteren) Japanern oft als Repräsentant der eigenen Kultur angesehen. Da sollte man sich zu benehmen wissen. Ein paar Buchempfehlungen folgen in den weiteren Berichten.

Das Hōzō-mon von Innen.


 Der Sensō-Ji oder auch Kinryūzan ist Tokios ältester Tempel.

An den typischen Wasserbecken (Chozuya) kann man seinen Mund ausspülen. Dafür nimmt man mit der linken Hand die Kelle und füllt sie mit Wasser. Mit dem Wasser wäscht man die rechte Hand und spült den Mund mit Wasser aus der rechten Hand. Den Rest des Wassers aus der Kelle gießt man zurück in den Chozuya. So reinigt man sich, bevor man das Innere eines Tempels betritt. Das Wasser ist oftmals kein Trinkwasser!


In Stadtteilen mit Touristenattraktionen finden sich häufig Umgebungskarten mit Hinweisen auf die Attraktionen.

Souvenirs gefällig?
Wenn man nur ein kleines Budget für Mitbringsel zur Verfügung hat, oder aber vielen Leuten etwas mitbringen möchte, kann man in den 100 Yen Shops oder bei Don Quijote fündig werden. Hier gibt es viele einmalige Dinge zum kleinen Preis. Süßigkeiten, Geschirr, Bentozubehör, Kosmetik, Kontaktlinsen, Krimskrams... Es findet sich alles mögliche für kleines Geld, was man bei uns weitaus teurer oder gar nicht bekommt.



Was ich besonders beeindruckend und reizend fand, war dass wirklich jedes noch so kleine Eckchen Platz für Pflanzen genutzt wird und das in einer Großstadt wie Tokio. Auf den Gehwegen, auf Balkons, auf Terrassen, auf Treppen, in Eingängen, Einfahrten, an Wänden - überall ist etwas Pflanziges zu finden und verschönert Stein und Beton mit Grün und Farbtupfern. Nicht nur die bei uns üblichen Zierpflanzen, auch Orchideen, Salat und Erdbeeren konnte ich entdecken.

Weiter geht es in Teil II

Alltagsupdate - Täglich grüßt das Murmeltierchaos

09 März 2017

... oder das Chaosmurmeltier?
Ich sitze hier gerade mit einer dampfenden Tasse Kaffee inmitten von Dreck und Unordnung. Mit Absicht. Weil ich jetzt diesen Post schreibe und ihn nicht schon wieder ewig vor mir herschieben möchte. Nebenbei höre ich Blackstar von David Bowie, welches eines meiner Geburtstagsgeschenke war und genieße den Anblick der dösenden Katzen.


Die letzten paar Wochen waren wie ein langezogenes Déjà Vu einer Begebenheit von Anfang 2016. Nur dieses Mal mit einem (hoffentlich) anderen Ausgang. Diese "Sache" war mitunter einer der Gründe, warum ich letztes Jahr nicht so aktiv war.
Wir hatten Besuch von einer Freundin und ihren beiden Kindern auf Wohnungssuche. Die Wohnungsmarktsituation ist hier die reinste Katastrophe. Sie hat innerhalb von zwei Wochen knapp 70 Absagen von Vermietern und Maklern erhalten. Das macht nicht gerade Mut. 
Dazu noch persönlicher Stress und ihr kleiner Mann, der nicht begreifen wollte, dass man unsere Katzen nicht am Schwanz ziehen oder kneifen kann, ohne dass diese als Antwort beißen und kratzen; dem man also immer hinterher sein musste, damit er nichts anstellt.
Es waren schon wilde drei Wochen. Ich finde immer noch Spielsachen an äußerst seltsamen Stellen.
Aber auch ihr Kampf um die Ruhe und den Frieden, den eine eigene Wohnung mit sich bringt, hat mich persönlich sehr mitgenommen.
So viele Menschen versuchen nicht einmal zu verstehen, wie jemand für gewisse Zeit von Sozialhilfe abhängig sein kann und urteilen vorschnell. Als alleinerziehende Mutter mit gesundheitlicher Einschränkung ist das Leben kein Zuckerschlecken. Wie stellen sich die Menschen vor, dass man so Vollzeit arbeiten kann? Wir leben nicht mehr in DDR Zeiten, zu denen ausreichend Krippen, Kindergarten- und Hortplätze eine Selbstverständlichkeit waren. Zudem können das Bürger der alten Bundesländer schwer nachvollziehen. Woher rührt also diese Selbstverständlichkeit, dass Mütter, egal ob verheiratet, in Beziehung oder alleinstehend, in Vollzeit arbeiten müssen?
Unsere Gesellschaft scheint immer mehr an Realitätsverlust zu leiden.

So viel Liegengebliebenes will nun erledigt werden. Der Frühling macht sich bemerkbar und unsere Zimmerpflanzen brauchen neue Töpfe. Die Katzen haaren fröhlich vor sich hin und übergeben sich trotz Malzpaste immer wieder einmal. Ihre Nasenabdrücke zieren die Fenster und einige Spinnchen haben in Ecken über den Winter kleine Paläste gesponnen. Alles schreit nach Frühjahrsputz. Nur muss ich zuerst das Chaos in den Griff bekommen, welches die drei Wochen "kleiner Mann hat Langeweile" hinterlassen haben. Ich selbst habe ja schon immer mein kreatives Chaos hier und da gehabt, aber jetzt nimmt es etwas überhand.

Auch stapeln sich ungeschriebene Briefe, unverschickte Fotos von gemeinsamen Unternehmungen, nicht ganz fertig gemachte Päckchen und vergessene Glückwunschkarten.
So viel zu tun, so wenig Zeit...
Von den schon lange geplanten Blog-Posts fange ich besser gar nicht erst an. ;)

Ich wünsche euch einen angenehmen Start ins Wochenende und hoffe doch sehr, dass ich nun wieder etwas öfter und regelmäßiger von mir hören lassen kann.