Ein merkwürdiger Traum...

24 Juni 2010

Vorletzte Nacht habe ich etwas seltsames geträumt...

Der Traum handelte von einer Person, mit der ich seit längerem nichts mehr zu tun habe(n will) und einer gemeinsamen Freundin.
Ich weiß noch nicht ganz, wie ich das ganze auffassen oder deklarieren soll.
Vielleicht ist es nur ein Traum, vielleicht aber auch eine Botschaft meines Unterbewusstseins.

Jedenfalls war ich in diesem Traum "undercover" unterwegs.
Ich war in einem Hotel untergebracht und dabei etwas zu recherchieren.

Im Traum hatte ich mit besagter Person zu tun, die mich nicht erkannte und somit meine Gegenwart duldete.
Wir gingen vor einiger Zeit im Streit auseinander und seither herrscht nicht nur Funkstille, sondern regelrechtes gegenseitiges Meiden.
Allein durch die gemeinsame Freundin erfahren wir noch ab und an was voneinander.
Besagte Freundin meinte mir gegenüber irgendwann, dass sie eigentlich gar nicht richtig mit der anderen Person befreundet ist, bzw. sein mag, da diese ihr auch (gelinde gesagt) auf den Sack geht und sie mehrfach verletzt habe; dennoch ziehe sie ihre Vorteile aus dem bestehenden Kontakt.
Mir persönlich ist das nicht nur ein Dorn im Auge, sondern inzwischen auch üble Heuchelei, die mir böse aufstößt, weswegen ich beginne mich auch von ihr zu distanzieren.

Weiter im Text:
Ich war gerade dabei etwas wichtiges zu erledigen, bzw. hatte wichtige Informationen erhalten (leider erinnere ich mich nicht mehr an den genauen Kontext oder Inhalte), als meine "Tarnung" plötzlich aufflog.
Ich war als die, die ich war enttarnt und zu meinem Bedauern bezog die gute Freundin neben der anderen Person Stellung und hielt zu ihr.
Trotz der Enttäuschung ratterte in meinem Hirn alles runter, was die Situation noch retten könnte.
Und bevor ich richtig realisierte, hörte ich mich schon sagen, dass ich dort wäre, um mich zu entschuldigen.
Von meinen eigenen Worten verdutzt, hörte ich mir weiter zu, wie ich alles runter ratterte, wofür ich mich entschuldigte.
Besagte Person stand wie versteinert da, sichtlich perplex und hörte genau zu.
Es blubberte nur so aus mir heraus, was objektiv betrachtet einer Entschuldigung wert war: Missverständnisse, Dinge die in Wut und Zorn gesagt und getan wurden, etc. und ich fühlte immer mehr, wie ehrlich all das gemeint war.
Ich entschuldigte mich nicht für das, was mir angedichtet wurde oder wofür ich nichts konnte (was mir dennoch angelastet worden war) und auch das fühlte sich gut und richtig an.

Bevor ich die Reaktion der Person mitbekommen konnte, hat Shaun mich leider wach geknutscht *g*.
Trotz Verwirrung ob dieses Traumes und seines Ausgang, fühlte ich mich dennoch erleichtert.

Vielleicht war das einfach mal nötig.
Ein (für mich) Abschluss mit einem Teil meiner Vergangenheit, der immer wie eine düstere Wolke über Freundschaften schwebte, genauso wie eine Reflexion des Verhältnisses mit der gemeinsamen Freundin, die ein unschönes, doppeltes Spielt treibt...

Ja, ich fühle mich erleichtert und hm... fortgeschritten? Als hätte ich eine lang gefürchtete Stufe überwunden und könnte mir nun getrost auf die Schulter klopfen und sagen "Weiter so, gut gemacht!".
Womöglich sollte ich noch andere vergangene Beziehungen reflektieren und überlegen, ob ich dahingehend manchen Leuten noch unbewusst Vorhaltungen und Vorwürfe mache.
Dann könnte ich diesen bewusst vergeben und auch meinerseits um Vergebung bitten.

1 Kommentar:

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