Melancholische Anwandlungen

24 Oktober 2010

Kennt ihr das auch?
Wenn euch ganz plötzlich irgendwelche Erinnerungen an vergangene Zeiten heimsuchen.
Strahlende, schöne Zeiten, mit fast schon sehnlichen Erinnerungen an vergangene Geschehnisse, Orte, Freundschaften...

In letzter Zeit erfasst mich das öfter. Ich träume sogar davon.
Es will mich gar nicht richtig los lassen.
Dann denke ich immer, das kann es doch noch nicht gewesen sein! Ich kann doch nicht jetzt, mit 26 Jahren schon denken, dass das die beste Zeit meines Lebens gewesen war.
Egal wie jung, wild, stürmisch, ausgelassen die Zeit auch gewesen sein mag.
Mein Leben ist doch noch lang und noch lange nicht vorbei.

Warum erscheint einem dann trotzdem alles diese Zeit betreffende so berauschend?
Fast als wäre es eine geheime Droge, auf die nur man selbst Zugriff hat und die einen bei zu häufigem Verzehr in ein sehr tiefes Loch reißen kann?

Ich bin nun wirklich nicht der Mensch, der in der Vergangenheit lebt. Lieber lasse ich sie ruhen, ziehe meine Lehren aus ihr und blicke nach vorne oder wenigstens ins Hier und Jetzt.

Ich liebe so viele kleine Dinge, alltägliches... Sonnenschein nach einer Woche Regen.
Eine Tasse mit dampfendem, duftenden Tee.
Wenn unser Krümel herzlich lacht, kichert und gluckst.
Schokokuchen!! *jamjam*

Es ist ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn mich dann diese Melancholie beschleicht, vermischt mit den Erinnerungen oder erst durch sie hervorgerufen.
Es waren schöne Zeiten, ja.
Es war eine tolle Freundschaft. Fast schon Liebe. Und da fällt mir noch eine ein, die genauso war, nur länger, intensiver, tiefgehender, bis auf's Mark meiner Seele. Nur tut diese Erinnerung nicht so weh, wie die erste erwähnte.
Dabei ist der Kontakt zu beiden ungefähr gleich spärlich. Leider.
Ich vermisse beide.
Obwohl ich bei beiden weiß, dass wir eine Verbindung haben, die selbst über die Entfernung niemals abreißen würde. Ich spüre an manchen Tagen, wie es ihnen geht.
Es gab Tage, an denen ich genau wusste, dass bei ihnen etwas nicht stimmt. Und ich konnte an jenen Tagen mit ihnen die Wände hochgehen.

Manchmal wünsche ich, die Zeit zurück zu drehen. Nicht um sie noch einmal zu erleben, sondern um ihnen zu sagen, wie wichtig sie mir sind, genau in diesem Moment.
Wie sehr sie mir im und am Herzen liegen.
Was für wundervolle Wesen sie sind.
Es ist schwer, die Sprache des Herzens in Worte zu fassen.
Deswegen würde ich sie am liebsten umarmen.

Aber sie sind so weit fort...

Kommentare:

  1. Hach...., da rührt sich fast die eien Träne über meine Wange... Poetisch, dieser Text ist ein Gedicht! : )

    Umsomehr wünsch ich mir für dich, dass der Kontakt zu jenen wieder besser steht! Du wirst es Ihnen bestimmt bald schon sagen können! ^^

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  2. mh ich würde es nicht als gedicht ansehen. Sondern als gefühle und ausdrücke von sehnsucht.

    ich kenne dieses gefühl, der ich vermisse jemanden, tobsucht wieso so weit weg, gefühl. Selbst eine mail erscheint mir da sinnlos. Da wahre gefühle gedanken, nur persönlich rühren können.

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