Einfach mal krank sein dürfen

10 November 2010

Das wäre schön!

Früher als Kind durfte man das noch. Aber als Erwachsener muss man funktionieren.
Das wird einem derart eingetrichtert, dass man sich selber nutzlos und gefangen fühlt.

Dabei ist das doch dumm.

Es ist doch toll, sich ausruhen und in sich gehen zu können. Zeit für sich zu haben und mal wieder Körper, Geist und Seele zu pflegen.
Das braucht nun einmal Zeit. Mit den heutigen "Hopp Hopp, schnell!"-Methoden ist das einfach nicht getan. Dabei bleibt etwas auf der Strecke und wir fühlen uns immer noch schlapp und kränklich. Vielleicht nicht körperlich, aber seelisch.

Als Kind dachte man sich: "Juchu! Den ganzen Tag im Bett liegen, alles gebracht bekommen, umsorgt werden... (ja und natürlich auch keine Schule!)".
Aber als Erwachsener wird man nicht mehr umsorgt. Außer man hat einen arbeitslosen, fürsorglichen Partner oder man lebt in einem Generationenhaushalt.

Ich hätte jetzt jedenfalls nix dagegen, wenn mir meine Mutti 'nen Tee kochen würde.
Nur leider leben wir nicht mehr unter einem Dach. :/

Kommentare:

  1. Ein erneuter Anflug von Melancholie?
    *patpat*
    Die traurige Wahrheit der modernen Gesellschaft. Die Seele wird vergessen und nur die Symptome werde geheilt. Echte Heilung ist selten : /

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  2. Ich muss dir zustimmen, ist man mal Krank und muss gezwungener Massen das Bett Hütten, verpasst man einiges was wichtig ist, sei es in der Arbeit, auf der SekII usw...

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  3. Es ist weniger Melancholie, als Entrückung darüber, wie sehr wir doch dazu gezwungen werden, unsere eigene Natur zu verleugnen und zu ignorieren.
    Das macht mich eher traurig und wütend als melancholisch.

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