George Sand - Genie der Weiblichkeit

23 Februar 2011

Das erste Buch in meinem "neuen" Lable für Buchempfehlungen :)

George Sand. Genie der Weiblichkeit von Corinne Pulver



Wer die Werke von George Sand alias Aurore Dudevant bereits kennt und vielleicht sogar ihre Memoiren gelesen hat, weiß dass sie eine unglaubliche Frau mit einem scharfen Gerechtigkeitssinn und Streben nach Gleichberechtigung war. Das betrifft sowohl die Klassenunterschiede, wie auch das Verhältnis zwischen Frauen und Männern in der Gesellschaft.
Oft wird sie als Feministin dargestellt, die sie eigentlich nicht zu sein beabsichtigte. Sie trug Hosen, rauchte Zigarren, ritt wie ein Husar und war doch zutiefst weiblich.
Sie folgte ihrem Herzen auf der Suche nach der perfekten Liebe, vertraute ihrem Instinkt und scheute keine Herausforderung auf der Suche nach sich selbst.

Dieses Buch ist eine geniale Ergänzung zu allen Werken über die Poetin, Schriftstellerin und einzigartige Frau.

Die Autorin fühlt sich psychologisch und weiblich in die Zeit und das Wesen von George Sand ein, beleuchtet neben der Geschichte und dem Leben auch Seelengänge.

Ich für meinen Teil habe viele Parallelen entdecken können, wie es wohl allen Frauen ergehen mag, die das Buch lesen.
Auch heute haben Frauen noch mit vielem gesellschaftlichen zu kämpfen, genauso wie mit Herzensangelegenheiten und der Suche nach sich selbst.

Wer sich mit Frauen in der Geschichte und/oder der Literatur beschäftigt, sollte dieses Buch auf alle Fälle lesen.


Noch ein kleines Zitat, welches ich thematisch auch heute noch aktuell und passend finde:

">Ich habe häufig von gebildeten Frauen gehört, dass die Hausarbeiten und insbesondere das Handarbeiten unwürdig und einfältig sei und einen Teil der Versklavung unseres Geschlechts bedeute. Ich kämpfe auch für die Befreiung aus Unterdrückung, aber ich bestreite, dass die Handarbeiten ein Teil davon sind. Es scheint mir vielmehr, seit jeher, dass sie für uns Frauen einen unzerstörbaren, natürlichen Anreiz haben, den ich mein ganzes Leben, zu allen Zeiten verspürt habe, und die manchmal in schwierigen Epochen meines Lebens wie ein Beruhigungsmittel wirkten. Verdummend sind solche Arbeiten nur für die, die sich dafür zu gut fühlen und nicht wissen, was für eine Wohltat eine gute und gern gemachte Handarbeit ist. Der Mann, der die Erde umgräbt, erfüllt er nicht eine viel härtere und genauso eintönige Arbeit wie eine Frau, die näht? Und doch sagt der Arbeiter, der schnell und gut gräbt, nicht, dass es ihn langweilt, zu graben. Er sagt vielmehr lächelnd, dass er diese mühselige Arbeit liebt<" (Quelle: Corinne Pulver - George Sand. Genie der Weiblichkeit  S. 149/150)
Das kann man meiner Meinung nach auf die komplette Hausfrauenarbeit übertragen.
Sie gehört ebenso gewürdigt, wie jede andere Arbeit, ist genauso fruchtbar und wichtig.

In diesem Sinne, einen lieben Gruß an alle (Haus-)Frauen da draußen! ;)

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