Der Lebensfaden

21 Februar 2012

Die folgenden Zeilen fand ich in der Facebook Nadelspiel Gruppe. Der Verfasser scheint unbekannt. Falls dieser Text von dir sein sollte oder jemandem den du kennst, bitte in den Kommentaren melden! (Damit abgeklärt werden kann, ob die Veröffentlichung auf Zustimmung oder Ablehnung stößt etc.)
~ ღ ~
 
Wir alle stricken unser Leben
jeden Tag ein Stück weiter.
Die einen stricken liebevoll und sorgsam,
man merkt, welche Freude es ihnen bereitet,
ihr,, Lebenswerk,, zu gestalten.

Die anderen stricken mühevoll und ungern,
man merkt, welche Kraft und Arbeit es sie kostet
,, Leben,, jeden Tag neu aufzunehmen.

Manche wählen ein kompliziertes Muster,
andere ein ganz schlichtes.
Oft ist es ein buntes Maschenwerk,
oder ein Stück in tristen Farben.
Nicht immer können wir die Farbe selber wählen
und auch die Qualität der Wolle wechselt,
mal weiß und flauschig weich,
mal grau und kratzig.

Und öfters lässt man eine Masche fallen,
oder sie fällt ohne dein Zutun
und zurück bleiben Löcher
und ein unvollständiges Muster.
Manchmal reißt der Faden
und es hilft nur ein dicker Knoten.

Wenn wir unser Leben betrachten,
wissen wir genau, welche Stellen es sind.
Und so oft geschieht es, dass einer
sein Strickzeug in die Ecke schmeißt.
Es wird für uns Menschen,
ebenso ein Geheimnis bleiben,
wie viel Lebensfäden uns noch zu verstricken bleiben.

Du hast die Nadeln in deiner Hand.
Du kannst das Muster wechseln,
die Technik oder das Werkzeug.
Nur aufribbeln kannst du nicht,
auch nicht ein kleines winziges Stück.
Eben reine Handarbeit
~ ღ ~

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