# 7 - Hungerkleidung für Hungerhaken?

02 April 2013

Seit ich meinen ersten Post im "Schnauze voll" Projekt verfasst hatte, habe ich keinen Fuß mehr in eine H&M Filiale gesetzt.
Damals war auch gerade der Artikel ☞ H&M: Fick dich. erschienen und ließ die Gemüter brodeln.

Und jetzt finde ich auf der Facebookseite eines nachhaltigen Online Shops das hier:

☞ H&M Conscious Collection: Bewusste Modelinie von bewusstlosen Näherinnen?



Kurz und knapp: In Kambodscha haben die Textilarbeiterinnen nicht mal genug Geld, um sich zu ernähren. Reihenweise kippen sie wegen Unterzuckerung um. Selbst wenn sie den doppelten Lohn bekommen würden, würden wir nicht mehr für unsere Kleidung bezahlen müssen, da die großen Firmen die Kosten locker decken könnten. Wenn sie denn wollten.

Als ich noch bei H&M einkaufte fiel mir schon recht früh auf, dass weniger aus China und mehr aus Bangladesh und anderen Ländern kam. Wo vorher noch ganz viel "China" stand, prangten nun noch exotischere Namen. Nicht etwa weil das aufblühende Länder in der Textilbranche sind - die Arbeitskräfte sind billig und wichtige Rechte und Regelungen sind praktisch nicht vorhanden. Sowohl für die Arbeitnehmer, als auch für die Produktionsbedingungen in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Dahingegen hat sich China schon einiges getan, auch wenn die Arbeitsumstände auch dort noch jenseits von gut sind.

Gutes Beispiel:



Wo wandern die Einnahmen hin?
Bestimmt nicht in die Qualität der Produkte, wenn ich bedenke wie oft ein frisch gekauftes Shirt löchrig aus der Waschmaschine kam. Beim Feinwaschgang, ohne etwas mit Reißverschluss in der Trommel gehabt zu haben.
Und wer bestimmt den Preis? Für das flattrige Zeug will natürlich niemand viel Geld ausgeben, aber das kann man dann nicht den Näherinnen durch niedrige Löhne anlasten. Die können auch nur mit dem arbeiten, was sie vorgesetzt bekommen.
Letztendlich bestimmt das Preisschild und das wird nicht etwa vom Kunden ausgeschildert, wie die Konzerne mit: "Der Kunde bestimmt den Preis.", immer so schön rechtfertigen.
Heutzutage fehlt oftmals die Fähigkeit einen realistischen Wert einzuschätzen und daran haben eben jene Konzern eine Mitschuld.

Was nun die Umstände in Kambodscha anbelangt, kann man eine KonsumentInnen-Petition für einen höheren Mindestlohn und bessere Arbeitsbedingungen unter obigem Link finden.

Kommentare:

  1. Ich habe' da mal eine Reportage darüber gesehen,.....zum Beispiel Indien,....die Menschen in den Färbereien....verseuchen sich für ein paar Mark und bleiben dann irgendwann sterbend am Straßenrand liegen.....und niemanden kümmerts......echt tolle Menschewelt.....
    Liebe Grüße
    Rosi

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  2. das ist ja schrecklich, ich kann verstehen das du in keinen Hund M mehr gehst aber es gibt auch viele andere Läden die es trifft...
    ich versuche bei Läden zu kaufen die etwas besser sind aber das ist nicht immer einfach

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