Wandernde Lektüre-Gedanken

17 April 2013

© Ume Aoki, Quelle http://wiki.puella-magi.net/
Das ist ☞ Kyubey.
Sieht aus wie das typische Maskottchen eines Magical Girl Animes.
Aber ähnlich wie in ☞ Magic Knight Rayearth ist Kyubey mehr.
Der Charakter stammt aus dem Anime ☞ Puella Magi Madoka Magica und trotz des eher niedlich anmutenden Designs, ist es kein typischer Shoujo (Mädchen) Anime, keine typische Magical Girl Geschichte, wie z.B. Sailor Moon.
Die Serie strotzt nur so vor Philosophie und einige Szenen wären für kleine Mädchen doch eher verstörend.

Einige Passagen aus "Eating Animals" von Jonathan Safran Foer haben mich während des Lesens immer wieder an ein Gespräch zwischen Kyubey und Madoka erinnert. Auch das Buch ☞ "Bitte sag, dass das nicht wahr ist. Ich liebe dich doch." von Andrea & Matthias Oppermann passt gut zu diesem Gespräch.

In besagter Szene meint Kyubey, dass Menschen kein Recht hätten über "Unrecht" welches ihnen angetan würde und welches zum Nutzen andere geschehen und diesen einen Vorteil bringen würde, von Menschen kritisiert werden dürfe, solange sie ihr Vieh so behandeln, wie sie es derzeit tun. Wenn eine Rasse den Menschen zum eigenen Vorteil ausbeutet, wie kann ein Mensch dann Gerechtigkeit fordern, wenn er gleichzeitig genau das selbe tut oder stillschweigend gutheißt?
Eigentlich müssten Menschen sogar nachvollziehen können, wie andere von ihnen so profitieren könnten.

Immer wieder gibt es Passagen in "Eating Animals", in denen es heißt, die Tiere würden aus ihrem Leben unter Menschen Vorteile ziehen, wären in Sicherheit, hätten ausreichend Nahrung und medizinische Versorung.
Was ist das für ein Leben, wenn sie ohne diese permanente medizinische Versorung "Dank" ihrer Züchtung gar nicht mehr überlebensfähig sind? Und dann auch nur einen Bruchteil ihrer eigentlichen Lebenserwartung erleben und dann schon teilweise brutal und unmenschlich abgeschlachtet werden?
Auch hierzu finden sich in Puella Magi Madoka Magica Parallelen.
Nicht jeder "Trickfilm" ist auch etwas für Kinder.
Mir hat dieser Vergleich im Verlauf des Animes jedenfalls sehr gut gefallen, wirklich ein gut plazierter Denkanstoß zu unserem Umgang mit Tieren.

(Und die Grafik, Gestaltung und Musik des Animes sind echt nicht zu verachten!)

Kommentare:

  1. Wenn ich so lese erinnere ich mich aus dem Philosophieseminar in der Uni an einen Autor Names
    Peter Singer. Er hat über Ethik geschrieben, wobei ich aber grade den genauen Titel nicht im Kopf hab.
    Punkt ist aber, dass er auch ein Kapitel den Tieren und auch, soweit ich mich erinnere, den Umgang mit ihnen verfasst hat. Ich glaube sein Werk war über "praktische Ethik".
    Könntest du dir ja mal ansehen, das Büchlein kann ich dir ja wenn man sich mal sieht borgen.^^

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    1. Das wäre super :) klingt jedenfalls sehr interessant!

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