Ausgelesen und abgegriffen

06 Juni 2013


Ein wirklich, wirklich guter Kriminalroman. Er handelt in im Jahre 1954 auf einer Insel vor der Küste der USA nahe Seattle und spielt sich teils im Gerichtssaal, teils in den Erinnerungen und der Gegenwart der beteiligten Personen ab. Bis zum Ende bleibt es spannend herauszufinden, was genau geschehen war und wie sich die Protagonisten entwickeln.
Der Roman behandelt mitunter das Leben japanischer Einwanderer vor und nach dem zweiten Weltkrieg, ihre Existenz als Menschen zweiter Klasse, mehr geduldet als akzeptiert.
Ein wirklich interessanter Einblick in die Geschichte.



Muss man noch was zu dem Buch sagen?
Es ist ja schon sehr bekannt, vor allem unter Veganern und Vegetariern.
Dennoch empfinde ich es als sehr empfehlenswert für alle, die eine kalte "Realitätsdusche" nötig haben.
Mir war z.B. nicht ganz bewusst, wie sehr sich die Massentierhaltung auch auf das Gesundheitssystem in Form von epidemischen Krankheitserregern auswirkt. (Schweinegrippe, Vogelgrippe)
Allgemein ist das Buch sehr objektiv gehalten, da es mehrere Seiten zu Wort kommen lässt (Züchter und Tierrechtler), natürlich auch mit einer gehörigen Portion Subjektivität, da der Autor ja Antworten auf seine persönlichen Fragen zum Thema Ernährung und "Tierkonsum" sucht.
Seine persönlichen Bezüge zum Thema Essen und Ernährung empfinde ich als sehr wichtig, das kommt bei uns heutzutage viel zu kurz.
Essen ist Kultur, ist Lebensgefühl, verbindet Menschen.
Kann das ein gequältes, krankes, überzüchtetes Tier?



Das Buch sprang mir vor kurzem ins Auge und wollte unbedingt mit.
Ein Erfahrungsbericht einer vegan werdenden Mutter. Wie ihre Familie damit umgeht, wie ihr Umfeld reagiert, was für Schwierigkeiten es im Alltag gibt.
Ehrlich, offen und authentisch. Die Autorin schreibt frei aus dem Alltag und an vielen Stellen kam mir so einiges bekannt vor.
Neuen "Veganer-Input" liefert es vielleicht nicht, dafür "Mami-Input". ;)
Am Ende des Buches finden sich 33 Rezepte, "gesammelte Werke" von Familie und Freunden, wobei mich schon einiges zum Nachmachen reizt.
Im Großen und Ganzen könnte das Buch auch als Blog durchgehen, was es zu einer sehr angenehmen und leichten Lektüre macht.




Ich kam (zum offenen Bücherschrank), sah (einiges interessantes) und griff danach!
Bis auf "Naokos Lächeln" stammen alle Bücher aus dem offenen Bücherschrank hier in Niederrad. Das Buch von Haruki Murakami gab es bei Edeka als Mängelexemplar. (Pöh, für mich gibt's sowas nicht, kann man doch noch alles lesen!)
Wieder Futter für meinen Stapel ungelesener Bücher und graue, triste Regentage.

Worin steckt Eure Nase zur Zeit?

Kommentare:

  1. Ich lese grade 2 Bücher parallel. Eines davon ist " Die Kunst des Träumens" von Castaneda

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    1. Ich lese fast nur noch mehrere Bücher parallel, ich verrücktes Ding ;)
      Castaneda klingt interessant, hab schon einiges gehört, aber noch nichts gelesen, kommt noch auf meine Liste :)

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