Herbstzeit ist Lesezeit - Ausgelesen

04 November 2013


Ich bin und bleibe schlimm, was meinen Bücherwahn anbelangt.
Macht ja nichts, tut ja keinem weh, außer der Dummheit. Immerhin bildet lesen bekanntlich.

Dazu haben sich zwei Bücher in meinen aktuellen Lesestapel geschlichen, die wirklich interessant sind. Das eine habe ich innerhalb einer Woche durch gelesen und hier und da herzlichst lachen müssen.
Das andere wird wohl nicht weniger Zeit in Anspruch nehmen, da es wirklich sehr interessant ist.


Das erste ist  von Clint Witchalls und handelt von der Teilnahme an einer klinischen Studie zur Erprobung der Pille für den Mann. Für 1€ bei T€di konnte ich das einfach nicht liegen lassen und der Euro hat sich echt rentiert. Es ist witzig und hier haben wir tatsächlich einen Mann, der Frauen zum Teil versteht oder zumindest das, was viele von uns monatlich an hormonellem Chaos durchmachen müssen. Hinzu kommt nur für den armen Kerl, dass er noch Testosteronspritzen über sich ergehen lassen muss, die den Kontrast zwischen den hormonellen Auswirkungen richtig extrem zu Tage treten lassen. Als Frau konnte ich richtig mitfühlen, wie ihm dieses und jenes zu schaffen machte.
Vielleicht sollte der ein oder andere Mann sich das Buch mal zu Gemüte führen. ;)

Das zweite hat den überaus aktuellen Titel "Heillose Medizin" von Jörg Blech.
Ich bin noch nicht sehr weit in dem Buch, aber möchte es jetzt schon empfehlen.
Der Inhalt begründet sich auf langjährigen Erfahrungen verschiedenster Ärzte und ihrer eigenen Einstellung zur Schulmedizin.
Ganz passend ist die Feststellung, dass Ärzte viele Behandlungsmethoden nie für sich selbst in Betracht ziehen würden, die einem Großteil der Bevölkerung tagtäglich empfohlen werden. Anwälten würden sie diese schon gar nicht angedeihen lassen, da diese sich zu wehren wüssten, wenn die Unnötigkeit der Behandlung ans Licht käme. Wenn das mal nicht viel aussagt...

"Die Kompanie der Oger" von A. Lee Martinez kann ich auch sehr empfehlen. Sein Humor ist wunderbar Makaber und die Geschichte eines unfreiwillig Unsterblichen, der die schlimmste Kompanie im ganzen Regiment befehligen soll, sehr gut ausgetüftelt.
Ich mag gar nicht zuviel verraten, die Geschichte hat ihren ganz persönlichen Charme und alle Charaktere sowieso.
"Diner des Grauens" war zwar recht witzig, aber für mich zu vollgestopft mit Kraftausdrücken.
Es erinnerte mich entfernt an Geisterjäger John Sinclair, gepaart mit einer dieser Reality TV Folgen von den Osbournes. (F*ck! F*ck! Sh*t! etc.)
Die Geschichte handelt von einem Vampir und einem Werwolf, die ungewollt immer Ärger anziehen und in einem von Zombies heimgesuchten Diner landen, das noch einiges mehr in sich birgt.

Senait G. Meharis "Feuerherz" habe ich nun auch durch und war von Anfang bis Ende etwas zwiegespalten mit dem Buch. Der Schreibstil ist etwas mühselig und richtig warm wurde ich nicht damit. Ob ihre Geschichte nun frei erfunden ist oder auf Tatsachen beruht, kann ich rein durch die Lektüre nicht sagen. Als allgemeinen Einblick in eritreische Lebensweise ist es vielleicht interessant, aber was Kindersoldaten usw. anbelangt, gibt es sicherlich bessere Informationsquellen.



1 Kommentar:

  1. Diner des Grauens klingt irgendwie gut, aber wenn da so viele Kraftausdrücke drin vorkommen... Schade eigentlich.

    Beste Grüße,

    Kivi

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