Ich habe die Kloschüssel ja so lieb.

21 Januar 2014

Auf dem Herd köchelt ein großer Topf mit Nudeln, daneben ein kleinerer mit einer Tomatensoße, die ausnahmsweise zum Großteil aus Ketchup, Wasser und ein paar Gewürzen besteht.
Im Schlafzimmer ist es zappenduster und ich sehe aus, als wäre ich dem Grab entstiegen.
Die erste Migräne diesen Jahres hat mich gestern eiskalt umgemäht. Erst nachdem ich mir das Abendessen noch einmal gründlich durch den Kopf gehen ließ, konnte ich ein Auge zumachen und halbwegs gut schlafen.
Ich weiß noch nicht, ob wir es heute wieder zum Turn-Karate mit dem Krümel schaffen. Wahrscheinlich erscheine ich dort mit Sonnenbrille und Ohrstöpseln, dem großen Tumbler voll Kräutertee und lehne mich an die nächst beste Wand, um mich die folgende Stunde nicht mehr zu bewegen.
Wenn wir nicht gehen, wäre es zumindest kontraproduktiv für meinen Kopfschmerz. Dann tobt sich der Krümel hier aus und mit steigendem Lärmpegel, somit steigendem Schmerzpegel steigt bei mir auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Kloschüssel wieder herzlich umarme.
Den Storchzustand ( = rumstaksen wie ein Storch, um nicht ständig auf etwas zu treten, es zu zerstören oder zu stolpern) ignoriere ich die nächsten Tage gekonnt. Wenn ich mich bücke, schießen mir gefühlte 90% meines Gewichtes in den Schädel und poltern dort herum. Nein Danke, dann lieber das Chaos.
Wieso kommt so etwas eigentlich immer zu einer Zeit, zu der man recht viel zu tun hätte?
Zum Teil liegt es mit daran, dass ich in letzter Zeit zuviel Kaffee getrunken habe, auch noch mit Soja-Reismilch. Ich hatte es nur noch nie, dass es sich so heftig rächt...

Gute Nacht, liebe Welt. Ich gehe mich erstmal wieder vergraben.

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