Lasst uns nicht allein! Helft mit die Hebammen zu bewahren!

06 März 2014

Seit einiger Zeit verfolge ich das Thema in den Medien und was man so liest, ist mitunter unter aller Sau.

Ich erinnere mich an die Geburt des Krümels. Die Wehen mussten eingeleitet werden, das tat die Hebamme.
Nach dem Blasensprung empfing mich die Hebamme im Kreissaal. Sie machte es mir bequem, brachte einen Tropf mit Schmerzmitteln, legte mir die Infusion, gab mir Globuli. Sie half mir bei einer heißen Dusche, um die Wehen etwas erträglicher zu machen und die Muskulatur im Rücken zu entspannen.
Zu der Zeit lagen noch drei weitere Frauen in den Wehen und neben der Hebamme war nur noch eine Nachtschwester auf der Station. Die gute Frau eilte also stetig von einer zur anderen, um uns gut versorgt zu wissen.
Als die Geburt dann endlich losging, machte die Hebamme alles. Den diensthabenden Arzt sah ich erst am Schluss, als es schon fast vorüber war und er nur die erste Untersuchung vornahm.
Als ich dann nach der Entbindung duschen und mich für das Zimmer fertig machen sollte, war es die Hebamme die mich auffing, als ein Schwall Blut aus mir heraus schoss und mein Kreislauf versagte. Sonst war ja niemand in der Nähe.
Sie war es auch, die mir darauf wieder eine Infusion brachte und mir etwas zu Essen besorgte, damit ich wieder auf die Beine kam.
Eine andere Hebamme stand mir zur Seite, als der Krümel eine Angina hatte und sinnloser Weise Antibiotika verschrieben bekam, welche er nicht nehmen wollte. In der Notaufnahme der Kinderklinik wurde nicht einmal überprüft, ob er eine eitrige Angina hat, welche das Antibiotikum nötig gemacht hätte. Ohne ihre Hilfe wäre ich verrückt geworden, da der Krümel weder die Fieberzäpfchen noch den Saft vertrug, Koliken und Durchfall bekam und nur mehr ein Häufchen Elend war.

All das soll jetzt abgeschafft werden?
All das empfinden unsere Politiker anscheinend als überflüssig?
Niemand möchte die schwer arbeitenden und meiner Meinung nach unentbehrlichen Frauen zu erschwinglichen Preisen versichern.
Kleine Entbindungsstationen sollen geschlossen werden, Frauen wären allesamt angewiesen im Krankenhaus zu entbinden - heutzutage bedeutet das: Unzureichende Versorgung, da Stationen oftmals unterbesetzt sind. Meine Mutter ist Krankenschwester, sie kann ein Lied davon singen.
Zumal viele deutsche Ärzte ins Ausland gehen, da dort die Bezahlung besser ist. Hierzulande haben wir eine vielzahl osteuropäischer Ärzte, die oftmals leider nur unzureichende Deutschkenntnisse besitzen. So gut ihre Ausbildung auch sein mag, wenn man sich nur mit Händen und Füßen verständigen kann, ist damit niemandem geholfen!

Die Seite Rabeneltern.org organisiert in den kommenden Tagen (er)Mahnwachen in verschiedenen Städten. Wir sind am Samstag hier in Frankfurt am Main dabei. Zur passenden Uhrzeit: Fünf vor Zwölf!

In den folgenden Städten könnt ihr protestieren gehen:

7. März 2014, Freitag

DORTMUND, 10 Uhr, Demonstration an der Rheinholdikirche https://www.facebook.com/events/514455115340369/

8. März 2014, Sonnabend

BREMEN, 15 Uhr, Demonstration direkt am Domshof https://www.facebook.com/events/268418309991431/

FRANKKFURT, 11.55 Uhr, ErMahnwache an der Hauptwache Frankfurt in der Innenstadt https://www.facebook.com/events/418615724941954/

HAMBURG, 12 Uhr, Demonstration auf dem Rathausmarkt https://www.facebook.com/events/625521897530389/

HANNOVER, 11.55 Uhr, ErMahnwache am Kröpke https://www.facebook.com/events/527670217347219/

JENA, 10 Uhr, Demonstration am Holzmarkt https://www.facebook.com/events/689072594465540

KARLSRUHE, 16 Uhr, Demonstraion auf dem Schlossplatz https://www.facebook.com/events/1410931362495433/

KÖLN, 11.55 Uhr, Kundgebung / Demonstration auf der Kölner Domplatte
https://www.facebook.com/events/490412114414578/

LEIPZIG, 14.00 Uhr im Nikolaikirchhof, https://www.facebook.com/events/638181619551818/

MÜNCHEN, 11.55 Uhr, Demonstration an der Uni München (direkt Ubahn Universität) https://www.facebook.com/events/1408724889386175/

NÜRNBERG, 10 Uhr, ErMahnwache an der Lorenzkirche https://www.facebook.com/events/215166985345230/

OLDENBURG, 11.00 Uhr, Informationsveranstaltung am Lefferseck

RAVENSBURG, 10 Uhr, Demonstration in der Herrenstraße 43, Treffpunkt: Kinderspielplatz neben dem Café Miteinander am Gänsbühl https://www.facebook.com/events/1427374247506558/

STUTTGART, 15 Uhr, Demonstration, Kleiner Schlossplatz. https://www.facebook.com/events/680417458667124/

15. März 2014, Sonnabend

KIEL, 11.30 Uhr, Demonstration auf dem Asmus-Bremer- Platz in der Holstenstraße https://www.facebook.com/events/591848210894247/

MÜNSTER, 10 Uhr, Demonstration auf dem Staubengassenplatz https://www.facebook.com/events/672485066141419/

PADERBORN, 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr, Demonstration vor dem Rathaus mit anschließender Wanderung zum Westerntor https://www.facebook.com/events/1470314599853375/

5. April 2014, Sonnabend

ERFURT, 14 Uhr, Demonstration im Anger 1-3 https://www.facebook.com/events/699648903418891/



Auch wenn ihr selbst keine Kinder habt oder wollt: Geht bitte hin! Erzählt sovielen Menschen davon wie nur irgend möglich!
Ihr habt doch auch Mütter, Schwestern, Cousinen, Tanten, Nichten Freundinnen.
Sie alle könnten einmal die Hilfe einer Hebamme benötigen oder haben sie vielleicht einmal dankbar angenommen.
Dank Hebammen sind viele von uns gesund auf die Welt gekommen und in unseren ersten Lebenswochen gut versorgt worden.

Auf lange Sicht sind wir alle davon betroffen!

Kommentare:

  1. Ich versuch morgen mal nach Dortmund zu fahren. Ich verfolge das auch mehr oder minder... Auch ich bin entsetzt darüber, auchwenn ich weder Frau, noch Vater bin.... Bescheuert.....

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  2. ich finde es unmöglich das man sowas for hat, Hebammen sind gebraucht und im Krankenhaus kann man keine Hausgeburten machen, so schrenkt man frauen in ihrer wahl ein wo das Kind auf die Welt kommen soll

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