Veganer Gedankenschnipsel

27 Juni 2014

Ist das schön. Immer mehr Menschen werden vegan... oder nicht?
Es ist kontrovers.
Es gab selten so viele Streitereien ums Essen.
Dabei ist es bemerkenswert, dass vor allem unser gesteigertes Konsumverhalten zu einem Umdenken in der Gesellschaft führt.
Viele Firmen erschließen jetzt den veganen Markt für sich, da es hier etwas zu holen gibt.
Im ersten Moment klingt das negativ behaftet, aber ist die von Gier getriebene Marketingstrategie der Firmen nun schlecht?
Haben wir sie nicht damit dort, wo wir sie haben wollen? Sie weichen auf pflanzliche Alternativen aus und sorgen somit für weniger Nachfrage an tierlichen Produkten.
Oder?
Ich weiß es nicht.
Vieles, was im ersten Moment negativ wirkt, hat auch seine guten Seiten.
Und vieles, welches im ersten Moment positiv wirkt, hat wiederum seine Schattenseiten.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein einzelner Mensch (außer er hat alle Zeit der Welt zur Verfügung, um 24/7 zu recherchieren) bei allen Vor- und Nachteilen den Überblick behält.
Erst gestern war ich wieder in einer Diskussion, in der Engstirnigkeit mit der eigenen Komfort Zone als Waffe um sich schlug. Da wollte man gar nicht hören, dass persönliche Meinung und Einstellung doch akzeptiert würden, man wolle nur sachlich diskutieren und dafür würden eben auch Fakten genannt werden. Was dann jeder für sich daraus für Konsequenzen zieht, ist doch jedem selbst überlassen. ABER NEIN! DAS WAR GLEICH EIN PERSÖNLICHER ANGRIFF!
(Es ging dabei um Kaffeekapseln, Müllberge und die Auswirkungen von Aluminiumabbau und Einsatz, also indirekt ein Essensthema.)
Warum reagieren wir so empfindlich?
Ich habe schon öfter erlebt, dass meine bloße Anwesenheit als Veganer dazu führt, dass Menschen mit Diskussionen anfangen, die ich nicht begonnen hätte. Ich hätte viel lieber in Ruhe gegessen. ;)
Da erzürnen sich Menschen (die gestern noch ein Schinkenbrot verdrückt haben) über die Fleischindustrie und unser Rechtssystem.
Vielleicht tun sie dies in meiner Gegenwart, weil sie wissen, dass ich gezwungenermaßen vegan lebe und niemanden persönlich angreifen mag. Aber hat das nicht etwas doppelzüngiges?
Ich persönlich würde auch wenn ich könnte kein Fleisch oder Milchprodukte mehr anrühren.
Als Mutter will ich keiner anderen Mutter ihr Kind oder ihre Milch stehlen. Und bei dem Gedanken an totes Fleisch wird mir schlecht.

Dann doch lieber monströse Erdbeeren!




Kommentare:

  1. WOW das ist mal ne Beere!

    Die Frage nach der Empfindlichkeit stelle ich mir auch immer wieder. Bis jetzt bin ich zu dem Punkt gekommen, dass sich die Menschen einfach ein wenig ertappt fühlen. Wenn Menschen sich ertappt fühlen fangen sie an zu schimpfen, verteidigen oder gehen zum Angriff über.

    Wegen mir müssten sie das nicht tun. Ich verachte "Fleischesser" nicht. Warum auch? Sie setzen sich (meist) ebenfalls für eine bessere Welt ein. Nur eben auf eine andere Art und Weise. Leben und leben lassen. So sehe ich das.

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    1. Ja, das finde ich auch.
      Leben und Leben lassen - das ist doch der eigentlich Sinn dahinter.
      Das sinnlose Rumgezicke raubt doch nur Energie und jeder Mensch muss für sich sein Leben führen, nicht für andere.
      Ich will doch nicht dauernd hören, wie schlecht mein Leben ist, wieso also es anderen vorwerfen?
      Diskutieren und persönlich angreifen sind und bleiben zwei verschiedene Paar Schuhe...

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  2. Find ich ja cool, dass es anderen "Fleisch-verweigerern" auch so geht, dass die Umwelt grundlos ausrastet. Das ist ja witzig, weil die Fleischesser, die sich dann wirklich mal mit einem Unterhalten behaupten immer hartnäckig, dass sie das Ihnen das noch gar nicht aufgefallen ist. Und vor allem, dass sie das Thema sonst auch gar nicht ansprechen würden. Aha...:)
    Sehr schönes Blog haste hier. ZACK: Gleich mal abonniert. :)

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