Was ist mein Blog überhaupt?

12 Oktober 2016

Jetzt, da ich selbst wieder mehr Leben in meinen Blog bringen möchte, gehen meine Gedanken Richtung Anfang.
Meinen allerersten Blog führte ich damals auf meiner kleinen privaten Homepage. Das war im Jahre 2003. Ich studierte damals im zweiten Semester Jura, was mir gar nicht so gefiel und ich war im Wechseln begriffen. 

Damals war Bloggen nicht hipp. Es war nicht in.
Man hat einfach über alltägliche Kleinigkeiten berichtet. Man schrieb von Büchern, die man gelesen, Filme, die man gesehen und Konzerte, die man besucht hatte. Man schrieb seine Gedanken auf, führte Tagebuch, philosophierte, plauderte und tratschte.
Blogs waren voller Gedankenfetzen und Erlebnisschnipsel. Sie hatten meist ein recht schlichtes Design ohne Kategorien. Es gab noch keine festen Themengebiete. Ein Blog war ein Blog. Nicht Lifestyle, nicht Food, nicht DIY.
Es war so, als schrieb man kleine, meist sogar persönliche Postkarten ins Internet. Immerhin war man damals noch sehr anonym oder fühlte sich zumindest so. Zugleich bot dieses Anonymität eine Freiheit, die man vorher nicht gekannt hatte. Man konnte sich über alles auskotzen.
Man war man selbst, was man erlebte oder erzählte, machte einen interessant.

Content für die Leser ausdenken? Gewinnspiele? Es gab höchstens mal Freebies, Awards oder Anleitungen in Form von Rezepten oder Tutorials zur Grafikbearbeitung oder HTML und CSS.
Man machte sich keinen unnötigen Druck, es gab selten regelmäßige Inhalte.
Diese Mentalität hat mich im Bloggen sehr geprägt.
Meinen Blog in zwei Kategorien einteilen? Oder noch schlimmer: In eine?!
Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das wird nichts. Dafür ist mein Leben und dafür sind meine Interessengebiete zu bunt.


Ich liebe Bücher, Pflanzen, Tiere, Kochen und Backen. Ich verreise gerne und ich bleibe auch gerne mal zu Hause. Ich liebe meine Arbeit als Shiatsu-Praktikerin und war schon immer eine Kräuterhexe, wie meine Mutter mich liebevoll nennt.
Ich stricke und häkle für mein Leben gerne und Kunst ist und bleibt meine Leidenschaft.
Mein Blog passt nicht in eine Schublade. Er braucht einen ganzen Schrank. ;)

Kommentare:

  1. Ja... mein Blog ist auch ein buntes Sammelsurium geblieben. Und ich lese selber auch am liebsten Blogs, in denen es von allem etwas gibt. =)

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    1. Die lese ich auch am liebsten. Je bunter, desto besser!

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  2. Und genauso soll es sein, jeder soll auf seinem Blog schreiben was ihn bewegt, gefällt oder liebt! Ist ein bißchen wie mit seinem eigenen Zuhause, wen es nicht gefällt, der darf gerne draußen bleiben. :)
    Lieben Gruß Michéle

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  3. Ich sehe es so wie du auf einbem Blog sollte man über alles schreiben können

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