Alltagsupdate - Täglich grüßt das Murmeltierchaos

09 März 2017

... oder das Chaosmurmeltier?
Ich sitze hier gerade mit einer dampfenden Tasse Kaffee inmitten von Dreck und Unordnung. Mit Absicht. Weil ich jetzt diesen Post schreibe und ihn nicht schon wieder ewig vor mir herschieben möchte. Nebenbei höre ich Blackstar von David Bowie, welches eines meiner Geburtstagsgeschenke war und genieße den Anblick der dösenden Katzen.


Die letzten paar Wochen waren wie ein langezogenes Déjà Vu einer Begebenheit von Anfang 2016. Nur dieses Mal mit einem (hoffentlich) anderen Ausgang. Diese "Sache" war mitunter einer der Gründe, warum ich letztes Jahr nicht so aktiv war.
Wir hatten Besuch von einer Freundin und ihren beiden Kindern auf Wohnungssuche. Die Wohnungsmarktsituation ist hier die reinste Katastrophe. Sie hat innerhalb von zwei Wochen knapp 70 Absagen von Vermietern und Maklern erhalten. Das macht nicht gerade Mut. 
Dazu noch persönlicher Stress und ihr kleiner Mann, der nicht begreifen wollte, dass man unsere Katzen nicht am Schwanz ziehen oder kneifen kann, ohne dass diese als Antwort beißen und kratzen; dem man also immer hinterher sein musste, damit er nichts anstellt.
Es waren schon wilde drei Wochen. Ich finde immer noch Spielsachen an äußerst seltsamen Stellen.
Aber auch ihr Kampf um die Ruhe und den Frieden, den eine eigene Wohnung mit sich bringt, hat mich persönlich sehr mitgenommen.
So viele Menschen versuchen nicht einmal zu verstehen, wie jemand für gewisse Zeit von Sozialhilfe abhängig sein kann und urteilen vorschnell. Als alleinerziehende Mutter mit gesundheitlicher Einschränkung ist das Leben kein Zuckerschlecken. Wie stellen sich die Menschen vor, dass man so Vollzeit arbeiten kann? Wir leben nicht mehr in DDR Zeiten, zu denen ausreichend Krippen, Kindergarten- und Hortplätze eine Selbstverständlichkeit waren. Zudem können das Bürger der alten Bundesländer schwer nachvollziehen. Woher rührt also diese Selbstverständlichkeit, dass Mütter, egal ob verheiratet, in Beziehung oder alleinstehend, in Vollzeit arbeiten müssen?
Unsere Gesellschaft scheint immer mehr an Realitätsverlust zu leiden.

So viel Liegengebliebenes will nun erledigt werden. Der Frühling macht sich bemerkbar und unsere Zimmerpflanzen brauchen neue Töpfe. Die Katzen haaren fröhlich vor sich hin und übergeben sich trotz Malzpaste immer wieder einmal. Ihre Nasenabdrücke zieren die Fenster und einige Spinnchen haben in Ecken über den Winter kleine Paläste gesponnen. Alles schreit nach Frühjahrsputz. Nur muss ich zuerst das Chaos in den Griff bekommen, welches die drei Wochen "kleiner Mann hat Langeweile" hinterlassen haben. Ich selbst habe ja schon immer mein kreatives Chaos hier und da gehabt, aber jetzt nimmt es etwas überhand.

Auch stapeln sich ungeschriebene Briefe, unverschickte Fotos von gemeinsamen Unternehmungen, nicht ganz fertig gemachte Päckchen und vergessene Glückwunschkarten.
So viel zu tun, so wenig Zeit...
Von den schon lange geplanten Blog-Posts fange ich besser gar nicht erst an. ;)

Ich wünsche euch einen angenehmen Start ins Wochenende und hoffe doch sehr, dass ich nun wieder etwas öfter und regelmäßiger von mir hören lassen kann.

1 Kommentar:

  1. Oje, hört sich nach viel Arbeit an. Es ist immer einfach über Fremde zu urteilen, gerade wenn man selbst von den eigenen Problemen ablenken will. Dann hoffe ich mal, dass du jetzt wieder zur Ruhe kommst und mach dir keinen Stress wegen der Unordnung. Chaos regiert die Welt gg
    Liebe Grüße

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